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FFMAGAZIN AUSGABE MÄRZ / APRIL 2016 – DAS IST MEIN VEREIN

Der SC Regensburg gilt als Arbeiterverein der Domstadt – mit einer fast 90 jährigen Geschichte.

Liebe Leserinnen und Leser, mein Name Thorsten Müller und ich bin 2. Abteilungsleiter der Frauen- und Mädchenfußballabteilung beim Sportclub Regensburg, einem Traditionsverein aus dem Osten der bayrischen Domstadt. Unser Verein besteht seit 1928, die Abteilung Frauen- und Mädchenfußball wurde 1990 gegründet. An dieser Stelle möchte ich gern ein großes Dankeschön an Detlef Staude, Rupert Karl und dem jetzigen Abteilungsleiter Alexander Kalteis richten. Die drei bauten die Abteilung einst auf und ohne sie wäre der SC im Bereich Frauenfußball nicht das, was er heute ist. Mehrere Spielerinnen, die für die SC Frauen ihre Fußballschuhe schnürten, haben den Sprung in die höchsten Spielklassen des deutschen Frauenfußballs geschafft. Ganz besonders hervorzuheben wäre natürlich Simone Laudehr, die aus unserer Jugend über die Frauen den Sprung in die Bundesliga und zur amtierenden Nationalspielerin schaffte.

Der Gesamtverein umfasst etwa 1400 Mitglieder, welche ihren Lieblingssport in zwölf Abteilungen betreiben – darunter Badminton, Faustball, Rock´n Roll oder Volleyball. Die Abteilung Frauen- und Mädchenfußball hat aktuell 200 Mitglieder. Besonders stolz sind wir auf unsere zweijährige Erfahrung in der 2. Bundesliga von 2006 bis 2008. Derzeit spielen sowohl unsere erste Frauenmannschaft als auch unsere U17 Juniorinnen in der Bayernliga.

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„Wir sind ein Arbeiterverein“

Der SC ist ein absoluter Traditionsverein und eine feste Größe unter den Regensburger Vereinen. Ich würde fast sagen, wir sind ein Arbeiterverein – das heißt für mich Ärmel hochkrempeln, gemeinsam Herausforderungen meistern und in schwierigen Situationen gemeinsam nach Lösungen suchen. Es ist immer wichtig, sich niemals auf den Erfolgen der Vergangenheit auszuruhen sondern sich immer auch neue Ziele zu setzen. Niemals darf man man als Verein oder Abteilung die soziale Verantwortung vergessen, die man vor allem gegenüber der Jugend aber auch allen anderen Mitgliedern hat. Der Idealismus und der gute „Sport-Club-Geist“ dürfen in der heutigen, sehr materialistisch ausgerichteten Zeit nicht ganz verloren gehen. Ich denke, all das haben wir hier beim SC bislang sehr beherzigt, was uns auch außerordentlich sympatisch macht. Mein Dank gilt daher auch unseren treuen Fans, die schon seit Jahren regelmäßig zu den Spielen kommen. Es ist hier alles sehr familiär bei uns, auch zwischen Fans, Spielerinnen und den Funktionären.

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Den Aufschwung mit in die Regionalliga nehmen

Der Frauenfußball ist auch in Regensburg sehr in die Breite gegangen und immer mehr Vereine bieten Frauen- und Mädchenfußball an. Was sich früher auf ein, zwei oder drei Vereine konzentrierte, verteilt sich somit auf viele Vereine innerhalb der Stadt und dem Umland. Wir sind sehr stolz darauf, hier eine kleine Vorreiter-Rolle einzunehmen. Langfristig schauen wir nach oben und würden gerne wieder in die Regionalliga aufsteigen. Derzeit rangiert unsere Erste Frauenmannschaft auf einem hervorragenden dritten Platz der Bayernliga und es sind alle Voraussetzungen für weiteren attraktiven, erfolgreichen Frauenfußball gegeben. Wir haben ein schönes Vereinsheim mit mehreren großen Räumen in denen jederzeit für das leibliche Wohl gesorgt wird. Es gibt einen Rasenplatz und einen Kunstrasenplatz auf dem Vereinsgelände, was uns ganzjähriges Training ermöglicht. Die Frauen und Mädchen unserer Abteilung trainieren überwiegend an der neuen städtischen Sportanlage im Regensburger Osten. Seit der Saison 2014/15 bieten wir auch ein Kleinfeld-Freizeitligateam für Mädchen ab 14 Jahren an. Das Team wurde auf initiative von ehemaligen Spielerinnen ins Leben gerufen, die ihre aktive Fußballlaufbahn vor einiger Zeit beendet haben und plötzlich wieder Lust verspürten, gelegentlich und ohne Druck zu spielen. Das schöne ist, dass jetzt sehr junge mit erfahrenen Spielerinnen ein gemeinsames Team bilden und sehr viel Freude an ihrem Hobby haben.

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Stillstand ist der Tod einer erfolgreichen Vereinsarbeit

Auf die Frage, ob und was man im Verein noch verändern oder verbessern sollte, kann ich nur antworten, dass man innerhalb eines Vereins oder einer Abteilung immer etwas verändern kann und auch muss. Denn passiert das nicht, kommt man in die Situation des Stillstands – und das ist der Tod einer erfolgreichen Vereinsarbeit. Wir machen uns immer Gedanken was und wie wir etwas ändern können, um weiter zu kommen. Wir konnten schon hervorragende Bedingungen für erfolgreichen Regensburger Frauenfußball schaffen und darauf sind wir stolz. Wir haben bereits den bayrischen Pokalsieg errungen, sind bayrischer Landesmeister geworden und auch unsere talentierte U17-Mannschaft gewannen neben der Süddeutschen Meisterschaft 2003 bereits einige Titel. Vielleicht gelingt es sogar unserer Ersten Mannschaft schon in diesem Jahr in die 3. Liga zurückzukehren.

Text: Thorsten Müller und Marcel Hachel
Bilder: Doreen Schaar und FFMagazin

Thorsten Müller
Hallo liebe SC Fans. Mein Name ist Thorsten Müller und ich bin 2. Abteilungsleiter der Frauen und Mädchenfußballabteilung des SC Regensburg. In der Abteilung bin ich zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, Medien, Organisation und Verwaltung.

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