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5:1 Niederlage in der Fuggerstadt

Sonntag, 24.09.2017

Regionalliga Süd:
TSV Schwaben Augsburg – SC Regensburg  5:1  (3:1)


SC – Frauen verlieren auch in Augsburg

Die Regionalliga-Frauen des SC Regensburg können auch beim TSV Schwaben Augsburg ihre Negativserie nicht stoppen und kassieren am vergangenen Sonntag eine 5:1 (3:1)-Klatsche, die aber in der Summe deutlich zu hoch ausfällt.

Der Trend dieser Saison setzt sich auch im vierten Ligaspiel fort. Die Sportclub-Frauen nutzen selbst ihre Möglichkeiten nicht und machen im Gegenzug dem Gegner das Toreschießen so leicht wie nie zuvor.  „Wenn ich selbst nicht dabei wäre, würde ich mir meine Analyse langsam selber nicht mehr glauben“, so Trainerin Birgit Fellner, die allem voran in Halbzeit eins einiges zu kritisieren hatte. „Wir sind zu passiv, zu brav, machen zu viele einfache Fehler und warten immer darauf, dass uns der Gegner Geschenke macht. Diesen Part haben aber eindeutig wir inne“ bemängelt die Trainerin die Leistung  der ersten 45 Minuten und fügt hinzu „Wir fangen immer dann erst an aktiv Fußball zu spielen und unsere Stärken zu zeigen, wenn es praktisch schon zu spät ist“. Dieses Resümee war in den zwei unterschiedlichen Spielabschnitten deutlich wiederzuerkennen.

Den ersten Torabschluss hatten die Regensburgerinnen durch Marina Keilholz zu verzeichnen. Doch dann schaltete der Gastgeber einen Gang höher und der SCR durfte sich mehrmals bei Schlussfrau Katja Hubeny bedanken, die zwei brandgefährliche Möglichkeiten hervorragend entschärfte. Beim 1:0 (13.) war Sie dann allerdings machtlos, als Ina Schlosser im Mittelkreis den Ball zu einfach hergab und Barbara Rauch, gedanklich schnell, erkannte das Hubeny mit aufgerückt war und den Ball schmerzlos aus 45 m unter die Latte vollstreckte. Die Gastgeberinnen waren die spielbestimmende Mannschaft und setzten mit ihrer technisch starken und schnellen Offensive die Regensburgerinnen stark unter Druck. Dem SCR fehlt derzeit einfach die Gradlinigkeit und Zielstrebigkeit im eigenen Spielaufbau. Nichts desto trotz kamen Sie durch einen Kopfball von Kathi Markl und einen Schuss aus gut 20m von Ina Schlosser zu Möglichkeiten. Die größte hatte dann das Duo Michi Egner und Ina Schlosser, die eine zwei gegen eins Situation allerdings fahrlässig liegen ließen. Kathrin Fink war es dann, die einen Eckball von Marina Keilholz per Kopf  zum 1:1 (26.) verwandelte.

Keine zwei Minuten später die erneute Führung für den TSV Schwaben, die einen weiteren leichtfertigen Ballverlust des SCR  über die rechte Seite eiskalt auskontern und die stark aufspielende Spielführerin Mona Budnick zum 2:1 (28.) einschob. „Im Umschaltspiel ist Augsburg brandgefährlich. Die haben schnelle Offensivleute und nutzen das auch schnörkellos aus“, muss die SC-Trainerin anerkennend. Auch das 3:1 kurz vorm Halbzeitpfiff wäre zu verteidigen gewesen. „Wir klären einen Ball aus der Gefahrenzone und sind dann der Meinung, damit die Arbeit erst mal getan zu haben“, schätzt Fellner die Situation ein:„Kein aktives rausrücken gegen den Ball, und auch in der Mitte brauchen wir zu lange, um uns zu orientieren“. So konnte der TSV den zweiten Ball unbedrängt auf  den kurzen Pfosten flanken und Nicole Demel brauchte aus kürzester Distanz nur noch ihren Fuß hinhalten.

Die Halbzeitansprache schien deutlich ausgefallen zu sein, denn es kam eine ganz andere Mannschaft aus der Kabine. Birgit Fellner brachte kurz nach Wiederanfpiff Luisa Köppel und Sarah Edlbauer ins Spiel, und vor allem die linke Außenverteidigerin Luisa Köppel sorgte für Druck über die linke Angriffsseite. Der SC kämpfte, nagelte den TSV in seiner  eigenen Hälfte fest und hatte genügend Tormöglichkeiten, sich wieder in die Partie zurück zu kämpfen. Kathi Markl verfehlte nach einer Hereingabe das gegnerische Gehäuse ebenso knapp, wie Ina Schlosser, deren Lupfer allein vor der Torfrau nur knapp drüber ging. Wiederum Ina Schlosser, der man ansah, ihren Fehler vorm 1:0 wieder gut machen zu wollen, scheiterte aus kurzer Distanz allein vorm Tor und Julia Haselbeck setzte eine Volleyabnahme knapp neben den Pfosten. „Die Einstellung und die Moral stimmte in der zweiten Hälfte. Wir haben uns nicht aufgegeben und viel versucht“ lobt Birgit Fellner, die aber klarstellt, dass in dieser Liga eine solche Leistung über 90 Minuten nötig ist, wenn man bestehen will. Umso bitterer dann die letzten beiden Tore zum 5:1 Endstand. „Das versetzt schon einen ordentlichen Knacks, wenn trotz der guten zweiten Spielhälfte am Ende wieder der Gegner die Tore macht“. Schwaben Augsburg kannte kein Erbarmen und nutzte seine einzigen zwei wirklich gefährlichen Vorstöße im zweiten Spielabschnitt gnadenlos aus. So sorgte Mona Budnick in der 89. Spielminute via Handelfmeter souverän für das 4:1. Den Schlusspunkt setzte in der 90. Minute Barbara Rauch mit ihrem zweiten Treffer des Tages, die einen Abspielfehler von Katja Hubeny im zweiten Versuch versenkte, nachdem Hubeny selbst den ersten Abschluss noch entschärfen konnte.

Birgit Fellner zeigt sich aber nach der ersten großen Enttäuschung direkt nach dem Abpfiff kämpferisch: „Mein Team und ich machen mit diesem Saisonauftakt eine komplett neue Erfahrung und müssen da jetzt miteinander durch“.  Panik hat im SC-Lager keiner: „Die Stimmung ist nach wie vor gut – unsere Stärke. Wir bleiben einfach ruhig, arbeiten weiter an uns und dann punkten wir auch wieder“, bleibt die Trainerin optimistisch und beruft sich auf ein altes Sprichwort: „Ewig hängt`s nicht auf eine Seite“.

Dank des spielfreien nächstes Wochenende, dass „zum richtigen Zeitpunkt kommt“, haben die Sportclubberinnen beim Heimspiel gegen den SV Löchgau am 08.10. (13:00 Uhr) die nächste Möglichkeit sich zu rehabilitieren.


SC Regensburg:

Hubeny – Weng, Haselbeck, Fink, Claus (55. Köppel) – Falter, Markl, Schlosser (85. Beer), Waitz (59. Edlbauer), Keilholz – Egner (79. Schelter)

Tore: 1:0 Rauch (13.), 1:1 Fink (26.), 2:1 Budnick (28.), 3:1 Demel (43.), 4:1 Budnick (89.), 5:1 Rauch (90.)


SC Regensburg
SpVgg Greuther Fürth

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Am 22.10.2017 um 13:00 Uhr

Tage: 1, Stunden: 10, Minuten: 6

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